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Liebeleien
Ein Ohren- und Seelenschmaus mit Petra Föllmi und Prisca Gaffuri
Eine Eigenproduktion Information für Veranstalter

Akkordeon Petra Föllmi
Erzählerin Prisca Gaffuri
Dauer 2 Stunden mit 15 Minuten Pause oder 1 Stunde (gekürzte Fassung)
Material Flyer werden zur Verfügung gestellt Presseberichte und Fotos vorhanden
Bühne min. 2m x 2m
Gage nach Absprache

Prisca Gaffuri als Erzählerin und Petra Föllmi am Akkordeon entführen Sie mit Geschichten und Liedern in die facettenreiche Welt der Liebe, der Sehnsüchte, Träume und Wünsche. Eine Bühne, mit der wir im Grunde alle vertraut sind. Von Kopf bis Fuss sind wir auf Liebe eingestellt, ohne es immer bewusst wahrzunehmen. Ja, im Kleinen liegt eben die Würze! Wie heisst es so schön, weniger ist mehr. Und doch kann manchmal auch mehr mehr sein, wenn man zum Schmied des eigenen Glückes wird. Was man im Grunde immer sein sollte.

Vielleicht wünschen Sie sich schon lange etwas ganz Besonderes, doch dies erscheint ihnen so unerreichbar. Grosse Sehnsüchte wurden aber nicht erfunden, um auf die Schnelle in Erfüllung zu gehen. An die kleinen Wünsche kann man sich ja ab und an wieder mal heranwagen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber käme nun doch die Fee aus dem Märchenland und gäbe ihnen ein paar Wünsche frei, grosse Wünsche! Na, hätten sie eine Antwort parat? Da kann manchmal guter Rat teuer sein. Lauschen, geniessen und schmunzeln sie zusammen mit Petra Föllmi und Prisca Gaffuri den kleinen Geschichten und Liedern, die uns das Leben schenkt.

Nach einem Erfolg aus einer ursprünglich einmalig geplanten Vorstellung, entstand ein neu erarbeitetes, abendfüllendes Programm mit Liedern und eigens kreierten Texten, so vielfältig, wie sich auch die Liebe, das Leben gestaltet. Eine spannende und humorvolle Reise durch Geschichten, die unser Leben zeichnen und einzigartig wie wir alle sind.

Pressetexte
Alles über Liebe, Hiebe und Leidenschaft
Wieder einmal gab es im „Grand Palais“ in Brunnen Kleinkunst zu geniessen. Dabei verzauberten Prisca Gaffuri und Petra Föllmi das Publikum.
Draussen war es eisig kalt und die ersten Schneeflocken tanzten vor den grossen Fenstern des „Grand Palais“. Drinnen lud Kultur Brunnen zu einem speziellen Lieder- und Geschichtenabend, bei dem es dem Publikum schnell warm wurde – vor allem ums Herz. Zusammen mit der virtuosen Akkordeonistin Petra Föllmi, trug Prisca Gaffuri Lieder unter anderem von Friedrich Hollaender und Bertolt Brecht vor. Dabei versetzte Prisca Gaffuri den einen oder die andere aus dem Publikum ins Staunen. Ist sie doch vor allem für ihre Schauspielkunst und ein geschliffenes Bühnendeutsch bekannt, weniger aber für ihr ebenso ausgeprägtes musikalisches und komisches Talent. Abwechslungsweise und passend zu den Liedern trug die Brunnerin eigene Texte vor. Bei den witzigen, aus dem Leben gegriffenen Geschichten ging es um die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau, um Vernunft und Leidenschaft, um unerfüllte Sehnsüchte, Illusionen und dem Sinn der Treue. Viele Passagen liessen das Publikum schmunzeln oder gar laut lachen.

„Im „Ambiente“ in Steinen gastierten zwei bekannte Künstlerinnen, die es meisterhaft verstanden haben, in den kleinen Räumen des Baumfiguren-Kabinetts einen amüsanten, geistreichen und spannenden Abend zu gestalten. Prisca Anderhub-Gaffuri trug Lieder und Texte mit toller Stimme und überzeugend vor, manchmal virtuos, manchmal zweideutig und frech, mit viel Ironie. Am Akkordeon begleitet von Petra Föllmi. Aber eigentlich war dies keine Begleitung, sondern sie gab ihrem Akkordeon eine eigene Stimme. Auch sie erzählte Geschichten, entlockte ihrem Instrument nicht nur gekonnt Melodien sondern trug auch wesentlich zum Erzählfluss bei.“

Die Kastenvögtin
Information für Veranstalter

Marimbaphon und Perkussion Marco Kurmann
Spiel Prisca Gaffuri
Regie Nelly Bütikofer
Dauer 75 Minuten ohne Pause
Material Flyer werden zur Verfügung gestellt Presseberichte und Fotos vorhanden
Bühne min. 6m x 4m
Gage nach Absprache

Die Entstehung des Stückes soll hier kurz beschrieben sein, weil sie für uns eine Besonderheit bedeutet. Margrit Schriber hat uns damals das von Maschine geschriebene, 10 Seiten umfassende Manuskript mit dem Titel „Die Kastenvögtin“, zur Verfügung gestellt aus dem Nelly Bütikofer und Prisca Gaffuri eine Bühnenfassung entwickelten. Margrit Schriber war erstmals an der Premiere zugegen und so begeistert, dass sie kurz darauf den Roman zu ende schrieb, der unter dem Titel „Das Lachen der Hexe“ erschien. Anna Maria Schmidig ist unschuldig. Wie konnte sie in den ungeheuerlichen und unfassbaren Verdacht geraten? Eine Frage, die sich aus heutiger Sicht kaum beantworten lässt. Eine Geschichte, die mit uns in unserer Zeit nichts zu tun hat? Oder doch? Facetten daraus erzeugen auch in der Gegenwart einen Wiedererkennungseffekt. In anderem Ausmass, mit anderem Hintergrund.

Die Hexenverfolgung ist ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Christentums. Es gab viele diffuse und irrationale Gründe eine Frau als Hexe zu verdächtigen. Frauen, die sich die Freiheit nahmen, frei zu denken und zu entscheiden. Frauen, die viel oder sogar mehr als die nach geltender Ordnung höher eingestuften Männer wussten. Frauen, die sich nicht unterwarfen. Schöne, hässliche, junge, alte Frauen. Sie alle hatten etwas an sich, das auf Widerstand stiess und viele endeten aus diesem Grunde auf dem Scheiterhaufen.

Die Bühnenfassung von Nelly Bütikofer und Prisca Gaffuri, ist ein Stück voller Sinnlichkeit, Geist und Humor, das die Opferrolle zurückweist. Ganz im Sinne der Kastenvögtin, die bis heute noch nicht rehabilitiert wurde und bis zu ihrem letzten Atemzug nie ein Eingeständnis als Hexe abgelegt hat.

Es liegt uns fern, mit diesem Thema den moralischen Zeigefinger zu erheben oder Greueltaten aus alten Zeiten dokumentarisch auf die Bühne zu zerren. Vielmehr stellen wir Bezüge zu unserer Zeit, zu unseren Ängsten und Vorurteilen her und nehmen eine kritische und engagierte Haltung gegenüber Diskriminierung, wie sie im Jetzt geschieht, ein. Mit Ironie und Leichtigkeit schaffen wir den Zugang zum Stoff. Auch Lachen ist erlaubt und erzielt eine befreiende Wirkung, dies auch ganz im Sinne von Anna Maria Schmidig. Ihr Schicksal berührt und trifft, ihre Geschichte wird authentisch erzählt. Als Fenster zum Heute gehen wir den aufgeworfenen Fragen nach, beziehen zeitgenössische Literatur, Alltagsgeschichten und Beobachtungen mit ein und schaffen so eine Frauenfigur mit vielen Facetten, die mit Denkmustern und ihrer Lebensweise an gesellschafltiche Grenzen der Gegenwart stösst. Musik , Gesang , Tanz und Spiel sind wichtige Elemente. Lieder aus dem hiesigen Volksgut politische Chansons, Liebeslieder, rebellische Pop-Songs sind Teil der musikalischen Grundlage und werden mit der Geschichte der Kastenvögtin verflochten.

Pressetexte
….. „Die Kastenvögtin“ zeichnet das Schicksal der letzten als Hexe zu Tode gekommen Frau der Schweiz nach. Anna Maria Schmidig, Gattin von Kastenvogt Gwerder, starb 1753 als „abgemagertes Mensch in Ketten“ zitternd und 75-jährig im Verlaufe der „Wahrheitsfindung“, sprich Folter, im Hexenprozess.

Konstellationen, die zur Anklage als Hexe führten, hatten Regisseurin und Darstellerin aus Frauensicht nachgezeichnet, Denn nebst oft angeführten religiösen Ursachen habe sich gezeigt, dass zur Beschuldigung immer bestimmte Charaktereigenschaften führten. Anna Maria Schmidig war eine selbstbewusste, lebensfrohe, intelligente und kreative Frau, die vier Kinder grosszog, mit Erfolg Krämerladen und einen Gasthof geführt hatte. Neid, Missgunst und Eifersucht seien klar mit im Spiel gewesen.

Eine Missbildung, ein keines Buckelchen kam hinzu. Und mit ihrer Herkunft aus Steinen war sie im Muotathal „en fremde Fötzel“. Tierverwandlungen wie Wetterprognostik wurden ihr vorgeworfen. Dass Männerdomäne seit jeher letzteres gewesen, lässt sich spekulieren – bezeichnenderweise beginnen die Schwierigkeiten erst nach dem Tod ihres Mannes.

Prisca Anderhub-Gaffuri bot eine dichte, stimmige, ja atemberaubende Darstellung. ….. Ein Theaterabend fernab von jeder Effekthascherei, die schlimmen Folterungen werden subtil angedeutet. Musiker Marco Kurmann wob an der Marimba den Klangteppich für das choreografierte Spiel, das mit zwei spärlichen Requisiten auskam: Schicke Federboa und profaner Wäschekorb.

Eine Eigenproduktion frei nach einem Manuskript von Margrit Schriber. Regie Nelly Bütikofer
„Eine Ächzende Türe, ein lauter Knall – zweimal erschreckt dieses akustische Signal die Zuschauer, am Anfang und am Ende der Aufführung im Hofstatttheater in Schwyz. In der Stunde dazwischen spielt sich das Leben der Anna Maria Schmidig ab, genannt die Kastenvögtin. Beklemmung umfasst den Zuschauer, wenn er sich von der Alleindarstellerin Prisca Anderhub-Gaffuri durch ihr Leben führen lässt, ein Leben, das der verkrüppelten Frau eine kurze Zeit des Glücks beschert und – gequält und gepeinigt – lange Jahre voller Verachtung und Verfolgung. Marco Kurmann begleitet auf dem Marimbaphon Anna Maria Schmidigs Leben, untermalend, aber auch dadurch, dass er die Handlung voranpeitscht oder sie als unsichtbarer Partner hinter der Bühne mitbestimmt. Prisca Anderhub-Gaffuri zieht alle Register der Schauspielkunst. Man verfolgt ihre Schritte von einem Ende des Gewölbes zum anderen, man spürt am eigenen Körper, wenn sie sich in Schmerzen windet, man lächelt mit, wenn ein Quäntchen Glück aufleuchtet.“