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Auszüge aus Presseberichten der bisherigen Produktionen

Der Mann im Fels
Regie Nelly Bütikofer
„Alter Sagenstoff weckt Spiellust, die von heute ist. Eine zeitgenössische Form des Sagenerzählens inszeniert von Nelly Bütikofer, erzählt von Oskar Bingisser und Prisca Anderhub-Gaffuri und begleitet von einem 6-köpfigen Chor. Die beiden Hauptakteure beginnen immer wieder von neuem eine Sage zu erzählen, dabei gerät ihre Spiellust ausser Rand und Band. Mit einer ausgezeichneten schauspielerischen Leistung scheuten sie sich nicht vor emotionalen Darbietungen und liessen das Publikum weit in Tiefen der menschlichen Natur blicken.“

Minnen und Balzen
Regie Nelly Bütikofer
Vom Spielprinzip her ist Hansjörg Römer als Pianist auf der Bühne anwesend und beeinflusst das Geschehen aktiv. „Aussergewöhnlich – und anfänglich auch etwas gewöhnungsbedürftig – ist die Aufteilung des Raumes in zwei Zuschauertribünen beidseits der Bühne. Stefan Kollmuss und Prisca Anderhub-Gaffuri gelingt es tadellos, beide Seiten des Publikums gleichermassen in ihren Bann zu ziehen. Die Aufteilung verhilft den beiden unterschiedlichen Charakteren, auch dank der dramaturgischen Bearbeitung von Susanne Cappus und der hervorragenden Inszenierung von Nelly Bütikofer, sich noch besser entfalten zu können. Dass dabei in hektischen Phasen teilweise nicht beide Zuschauerseiten beide Schauspieler gleichermassen gut verstehen können, scheint nicht nur Absicht zu sein, sondern verleiht dem Stück zusätzlichen Reiz. Nicht selten erwischt man sich dabei als Zuschauer, wie man sich geistig die andere Seite vorstellt. Und wird damit ungewollt Teil der Balzereien.“

Flirten mit Aschenputtel. Ein Wettlauf
Eine Co-Produktion der Theaterproduktion Annette Windlin, Fasson Theater und dem Hofstatttheater. Regie Nelly Bütikofer
Es wurde kein Kindermärchen erzählt sondern ein Spektakel für Erwachsene gezeigt, in Anlehnung an die Rossini Oper „La Cerentola“, Dem Neid und der Eifersucht wurde ein Gesicht gegeben, denn jeder und jede möchte der oder die Schönste sein. Ein Spiel mit zwei Tänzern, zwei Opernsängern und drei Schauspielern.

Ich werfe Gedanken und Liebe nach Euch. „DORIS“
Bearbeitung für die Bühne frei nach dem Roman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Keun. Regie Annette Windlin
„DORIS“ ist die berührende und immer wieder witzige Geschichte einer Frau, die ohne Bildung, aber mit gesundem Menschenverstand auf die Welt schaut und uns über die eigene Lebensgeschichte nachdenken lässt.
„Das Schauspiel bietet reine Intensität. Es ist ein leidenschaftlicher Wechsel von Momenten der Liebe, der Glückseeligkeit. „Doris“ steht auch für 70 Minuten höchste Anforderung an die schauspielerische Kunst, an die Konzentration und Kondition. Doch Anderhub spielt Doris nicht einfach, sie lässt sie auf der knapp 2 Meter breiten und 10 Meter langen Bühne aufleben. Eine abgerundete Geschichte mit sehr bildhafter Sprache, die manchmal auch ganz in diesem Sinne vom Strassenkünstler Robert Lumpert begleitet wird.“

AROMA
Eine Eigenproduktion, frei nach einer Kurzgeschichte von Christine Grän und Gisbert Haefs. Regie Nelly Bütikofer
„Eine kriminelle Bargeschichte serviert und mit Witz angerichtet von Nelly Bütikofer und Prisca Anderhub-Gaffuri. Die spannend inszenierte Eigenproduktion sorgte an der Premiere für grosse Begeisterung. Wie man es sich von der professionellen Schauspielerin Prisca Anderhub-Gaffuri gewohnt ist, überzeugte sie mit einer eindrücklichen Bühnensprache, fesselnder Mimik und Gestik. Während sie die kriminelle Geschichte der ehemaligen Besitzer ihres Lokals erzählt, mischen sich immer wieder zwei Gäste aus dem Publikum ein, Ruth Mettler-Bamert und Paul Schmidig. Am Klavier als legendärer und virtuoser „Barpianist“ Lukas Eichenberger.“ Neue Schwyzer Zeitung, 18. November 2005

Bildung für Rita von Willy Russel
Regie Stephan Dietiker
„Zwangsläufig verblasst der Mythos des allwissenden Dozenten, dafür erhält die Coiffeuse zusehends Kontur. Das Stück schildert diesen Wandel in der Beziehung zwischen den beiden detail- und nuancenreich. Die einzelnen Szenen, welche die Stadien dieser Beziehungsentwicklung gleichsam dokumentieren, sind nahtlos aneinander gefügt. Den Schauspielern wird dabei eine enorme Leistung abverlangt, da sie während zweier Stunden fast ununterbrochen agieren müssen und das Stück immer wieder mit schnellen Dialogen auf Spritzigkeit hin angelegt ist. Anderhub und Krumwiede, eine vorzügliche Besetzung für diese anspruchsvolle Komödie, meistern diese Hürden bravourös. Ihr Spiel wirkt erfrischend und lebendig. Zudem sind verschiedene Sprachschichten, von deren Aufeinanderprall das Stück u.a. lebt, stimmig und genau eingesetzt.“

Der reizende Reigen von Werner Schwab
Erstmalige Auffürhungsrechte in der Schweiz. Regie Stephan Roppel
„Einzigartig in diesem Werk ist die Sprache. Sie fegt wie ein Sturmwind um die Ohren der Zuschauer. Sie ist derb, schockierend bis überspitzt. Die Dialoge folgen schnell, schrauben sich hoch. Und die Lacher des Publikums bleiben schon mal im Hals stecken. Die abrupten Szenenwechsel werden raffiniert mit Musik und Licht untermalt. Michaela L. Steiger und Stephan Dietiker spielen ihre Parts ‚Im reizenden Reigen…‘ von Werner Schwab in jeder Hinsicht professionell.“

Messer in Hennen von David Harrower
Erstmalige Auffürhungsrechte in der Schweiz. Regie Stephan Roppel
„Die wortlastige, spannungsgeladene Dreiecksgeschichte zwischen einem Müller (Stéphan Dietier), dem Bauern (Hans Gyr) und seiner Frau (Prisca Anderhub-Gaffuri) wurde vom Premierenpublikum mit Begeisterung aufgenommen (…)Anderhub, diesmal als Sprache und Gefühle entdeckende Bauersfrau, knüpft an ihre brillante Leistung als Fräulein Julie an.“

Christine, Jean & Julie von August Strindberg
Regie Hannes Leo Meier
„Premiere-Erfolg mit ‚Christine, Jean & Julie‘ am Hofstatt Theater in Schwyz: Knisternde Spannung aus dem nichts. Köchin Christine (Michaela Steiger) sitzt auf dem Hocker und schält Kartoffeln. Sie ist die Einzige in diesem Stück, die weiss, wohin sie gehört. Die Grafentochter Julie (Prisca Anderhub-Gaffuri) möchte runter, in die Tiefen des Lebens. Ihr Diener Jean (Roger Pfyl) hat Ambitionen und träumt von beruflichen Erfolgen. Das Hofstatt Theater verbuchte im Schwyzer Ital Reding Haus einmal mehr einen grossen Premieren-Erfolg.“

Geschlossene Gesellschaft von Jean Paul Sartre
Regie Hannes Leo Meier
„Die Geschichte handelt von drei Menschen, zwei Frauen (Michaela Steiger, Prisca Anderhub-Gaffuri) und einem Mann (Roger Pfyl), die sich nie in ihrem Leben begegneten, nach ihrem Tod aber gemeinsam in einem Zimmer bleiben müssen. Für alle drei wird dies zur Hölle, da sie davon abhängig werden, durch den Blick des anderen festgelegt und schliesslich gefangen zu sein im Bild, das der andere von einem macht. Daraus entsteht die Versuchung, dem anderen gegenüber eine durch und durch verlogene Rolle zu spielen. Ein Teufel (Erich Ettlin) ist in dieser Hölle nicht mehr nötig…..“

Kinderspiele von Roy Kendall

Offene Zweierbeziehung von Franca Rame und Dario Fo